Schlafmittel Test 2021

Schlafprobleme sind in Deutschland weit verbreitet. Etwa 35 % der Erwachsenen bekommen nicht die empfohlene Menge an Schlaf pro Nacht. Um zu versuchen, besser zu schlafen, nehmen viele Menschen Schlafmittel ein, zu denen verschreibungspflichtige Medikamente, rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel gehören.

Mehr als 8 % der Erwachsenen geben an dass sie in der vergangenen Woche mehrfach ein Schlafmittel verwendet haben. Bei so vielen verschiedenen Medikamenten fällt es vielen Menschen schwer, Schlafmittel zu vergleichen und zu wissen, welches ihnen am besten hilft.

Letztlich bietet jedes Schlafmittel potenzielle Vorteile und birgt gewisse Risiken. Dieser ausführliche Test verschiedener Arten von Schlafmitteln und deren Wirkungsweise soll Ihnen helfen, Ihre Möglichkeiten zu verstehen. Mit diesen Informationen können Sie mit Ihrem Arzt sprechen, um das beste Schlafmittel in Ihrem Fall zu identifizieren und sicherzustellen, dass Sie es sicher einnehmen.

Inhalt

  1. Wie das beste Schlafmittel wählen?
  2. Verschreibungspflichtige Schlafmittel Test
  3. Z- Schlafmittel im Test
    1. Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
    2. Wer sollte keine Z-Schlafmittel verwenden
  4. Orexin-Rezeptor-Antagonisten Schlafmittel Test
    1. Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
    2. Wer sollte Orexin-Rezeptor-Antagonisten nicht verwenden
  5. Melatonin-Rezeptor-Agonist
  6. Benzodiazepine
    1. Nebenwirkungen
    2. Wer sollte Benzodiazepine nicht verwenden
  7. Antidepressiva
    1. Nebenwirkungen
  8. Antipsychotika
  9. Antikonvulsiva
  10. Rezeptfreie Schlafmittel Test
    1. Nebenwirkungen
  11. Nahrungsergänzungsmittel
    1. Nebenwirkungen
    2. Wer sollte keine Nahrungsergänzungsmittel verwenden
  12. So nehmen Sie Schlafmittel sicher ein

Wie das beste Schlafmittel wählen?

Eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt ist der beste Weg, um Schlafmittel zu vergleichen und eines auszuwählen. Ein Arzt kann Ihnen das beste Schlafmittel für Ihre Situation empfehlen, indem er unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

  1. Die Symptome und die Ursache Ihrer Schlafprobleme
  2. Ihr Alter und Ihr allgemeiner Gesundheitszustand, einschließlich anderer medizinischer Bedingungen
  3. Andere Medikamente, die Sie einnehmen

Unabhängig davon, ob Sie verschreibungspflichtige Schlafmittel, Schlaftabletten ohne Rezept oder Nahrungsergänzungsmittel in Erwägung ziehen, kann Ihnen Ihr Arzt die möglichen Vorteile und Risiken erklären und Ihnen helfen, die richtige Dosierung zur richtigen Zeit einzunehmen.

In manchen Fällen ist das beste Schlafmittel vielleicht gar kein Medikament.

Nicht-medikamentöse Behandlungen wie die kognitive Verhaltenstherapie für Schlaflosigkeit oder eine Konzentration auf die Schlafhygiene können das Einschlafen oft erleichtern. Diese Ansätze können mit Medikamenten als Teil eines Plans kombiniert werden, um langfristig besseren Schlaf zu bekommen, ohne auf Schlafmittel angewiesen zu sein.

Verschreibungspflichtige Schlafmittel Test

Verschreibungspflichtige Schlafmittel sind nur in der Apotheke erhältlich, und um sie zu erhalten, müssen Sie ein Rezept von Ihrem Arzt haben.

Die Schlaflosigkeit tritt auf, wenn eine Person nicht einschlafen oder nicht durchschlafen kann, selbst wenn sie die Möglichkeit dazu hat. Es ist die häufigste Schlafstörung, und viele verschreibungspflichtige Schlafmittel sind darauf ausgelegt, Schlaflosigkeit zu behandeln.

Es können mehrere Arten von Medikamenten verwendet werden. Obwohl sie chemisch unterschiedlich sind, haben sie viele ähnliche Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen. Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick über die Arten von verschreibungspflichtigen Mitteln zum Schlafen, um Ihnen zu helfen, Ihre Optionen zu vergleichen.

Z- Schlafmittel im Test

Z-Medikamente sind eine Art von sedativ-hypnotischen Medikamenten, die Menschen schläfrig machen.

Die Medikamentennamen enthalten den Buchstaben Z, daher auch der informelle Name.

Spezifische Z-Medikamente, die zur Behandlung von Schlaflosigkeit zugelassen sind: Zolpidem, Eszopiclon, Zaleplon

Z-Medikamente sind für die Kurzzeittherapie von Schlaflosigkeit zugelassen.

Einige Z-Medikamente können sowohl beim Einschlafen als auch beim Durchschlafen helfen, aber eines wirkt nur beim Einschlafen.

WirkstoffHandelsnamenZur Behandlung von Schlafstörungen zugelassenZum Einschlafen empfohlenZum Durchschlafen empfohlen
ZolpidemAmbien, Stilnox, IvadalJaJaJa
EszopiclonLunesta, Lunivia, EsognoJaJaJa
ZaleplonSonata, StarnocJaJaNein

Nebenwirkungen der Z-Medikamente und Vorsichtsmaßnahmen

  • Schläfrigkeit tagsüber: Einige Menschen berichten über anhaltende Auswirkungen auf die geistige Funktion, die bis in den nächsten Tag andauern. Dies kann zu Schläfrigkeit oder verlangsamtem Denken führen und kann Risiken für Aktivitäten wie Autofahren mit sich bringen.
  • Kognitive Beeinträchtigung: Z-Medikamente machen nicht nur schläfrig, sondern können auch zu Gleichgewichtsstörungen und verminderter geistiger Aufmerksamkeit führen, was die Gefahr von Stürzen oder anderen unbeabsichtigten Verletzungen erhöhen kann.
  • Abhängigkeit: Menschen können süchtig nach Z-Medikamenten werden, was dazu führt, dass sie sie länger oder in höheren Dosen als empfohlen einnehmen.
  • Entzug: Ein plötzliches Absetzen von Z-Medikamenten kann zu Entzugserscheinungen führen, wie z. B. verschlechterter Schlaf sowie körperliche Auswirkungen, Denkstörungen und Stimmungsschwankungen.
  • Abnormales Denken und Verhalten: Manche Menschen zeigen nach der Einnahme von Z-Medikamenten im Halbschlaf merkwürdige Verhaltensweisen. Einige dieser Verhaltensweisen, wie zum Beispiel der Versuch, ein Auto zu fahren, können gefährlich sein.
  • Verschlimmerung der Depression: Manche Menschen mit Depressionen stellen fest, dass sich ihre Symptome nach der Einnahme von Z-Medikamenten verschlimmern.
  • Allergische Reaktion: Diese Reaktionen sind selten, aber wenn sie auftreten, können sie schwerwiegend sein und zu Anaphylaxie führen.

Wer sollte keine Z-Schlafmittel verwenden

Ambien Schlafmittel

Wenn Z-Medikamente zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Dosierung eingenommen werden, sind sie für die meisten Menschen sicher. Ältere Erwachsene, die ein höheres Sturzrisiko haben, sollten bei der Einnahme von Z-Medikamenten vorsichtig sein.

Studien haben gezeigt, dass Frauen häufig stärker von der gleichen Dosis dieser Medikamente betroffen sind als Männer, was das Risiko einer Beeinträchtigung am nächsten Tag erhöht. Aus diesem Grund sollten sich Frauen bei ihrem Apotheker über die ihnen verschriebene Dosis erkundigen und ihren Arzt informieren, wenn sie am Morgen eine anhaltende Beeinträchtigung durch diese Medikamente verspüren.

Diese Schlafmittel sollten nicht mit Alkohol, Opiaten oder anderen Schmerzmitteln kombiniert werden. Generell sollten Beruhigungsmittel nicht kombiniert werden. Dies kann zu einer Verschlechterung der Atmungsfunktion führen.

Orexin-Rezeptor-Antagonisten Schlafmittel Test

Orexin-Rezeptor-Antagonisten sind eine neuere Klasse von Medikamenten, die den Schlaf durch Beeinflussung des Schlaf-Wach-Zyklus einleiten. Sie erreichen dies, indem sie die Produktion von Orexin, einer Chemikalie im Gehirn, die Wachsamkeit verursacht, verringern.

Spezifische Orexin-Rezeptor-Antagonisten, die zur Behandlung von Schlaflosigkeit zugelassen sind: Suvorexant, Lemborexant.

Orexin-Rezeptor-Antagonisten sind von der FDA für die Behandlung von Schlaflosigkeit zugelassen, die sowohl mit dem Einschlafen als auch mit der Aufrechterhaltung des Schlafes zusammenhängt.

WirkstoffHandelsnamenZur Behandlung von Schlafstörungen zugelassenZum Einschlafen empfohlenZum Durchschlafen empfohlen
SuvorexantBelsomraJa (in den USA, Kanada, Australien und Japan)NeinJa
LemborexantDayvigoJa (2019 in den USA, in EU noch keine Zulassung)

Nebenwirkungen der Orexin-Rezeptor-Antagonisten und Vorsichtsmaßnahmen

  • Schläfrigkeit am Tag: Die Schläfrigkeit durch Orexin-Rezeptor-Antagonisten kann bis zum nächsten Tag anhalten, was beim Bedienen eines Kraftfahrzeugs oder schwerer Maschinen problematisch sein kann.
  • Kognitive Beeinträchtigung: Eine drastische Verringerung der Wachsamkeit kann sich auf das Gleichgewicht oder das Denken auswirken, wodurch sich das Risiko von Unfällen und Stürzen erhöht.
  • Abhängigkeit: Die Einnahme von Orexin-Rezeptor-Agonisten kann zur Gewohnheit werden, und es besteht die Gefahr des Missbrauchs dieser Medikamente.
  • Entzug: Die Symptome der Schlaflosigkeit können schnell zurückkehren, wenn Sie die Einnahme von Orexin-Rezeptor-Antagonisten plötzlich beenden.
  • Abnormales Denken und Verhalten.
  • Verschlimmerung von Depressionen.
  • Allergische Reaktion.

Wer sollte Orexin-Rezeptor-Antagonisten nicht verwenden

Wenn sie über den vorgeschriebenen Zeitraum und in der richtigen Dosierung eingenommen werden, sind diese Medikamente in der Regel für gesunde Erwachsene sicher. Ältere Erwachsene und Menschen mit Sturzgefahr sollten diese Schlafmittel mit Vorsicht einnehmen.

Melatonin-Rezeptor-Agonist Schlafmittel Test

Ein Melatonin-Rezeptor-Agonist ist ein Medikament, das die Menge an Melatonin im Körper erhöht. Melatonin ist ein Hormon, das auf natürliche Weise als Reaktion auf Dunkelheit produziert wird. Melatonin hilft dem Körper, seine innere Uhr zu regulieren, auch bekannt als zirkadianer Rhythmus.

Spezifische Melatonin-Rezeptor-Agonisten, die zur Behandlung von Schlaflosigkeit zugelassen sind: Ramelteon. Es ist von der FDA zur Behandlung von Schlaflosigkeit im Zusammenhang mit dem Einschlafen zugelassen. Ramelteon erhielt in der EU keine Zulassung.

Benzodiazepine Schlafmittel im Test

Benzodiazepine sind sedativ-hypnotische Medikamente, die durch die Verlangsamung der Hirnaktivität wirken und Sie dadurch schläfrig machen. Diese Medikamente gehörten zu den frühesten verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Schlaflosigkeit, aber neuere Medikamente werden heute eher als Ersttherapie eingesetzt. Manchmal auch kurz Benzos genannt, können Benzodiazepine auch bei Angststörungen und Krampfanfällen eingesetzt werden.

Benzodiazepine sind für die kurzfristige Anwendung, in der Regel für 7-10 Tage, zur Behandlung von Schlaflosigkeit zugelassen. Einige Benzodiazepine werden nur zur Unterstützung des Einschlafens empfohlen, während andere zum Einschlafen und zum Durchschlafen beitragen können.

WirkstoffHandelsnameZur Behandlung von Schlafstörungen zugelassenZum Einschlafen empfohlenZum Durchschlafen empfohlen
TemazepamNormison, Planum, Remestan, TemazepJaJaJa
TriazolamHalcionJaJaNein
EstazolamProsomJa (in den USA)NeinNein
QuazepamDoral, DormalinJa (in den USA)NeinNein
FlurazepamDalmadorm, Staurodorm, Flurazepam RealJaNeinNein

Nebenwirkungen von Benzodiazepinen

  • Atemprobleme: Benzodiazepine können die Atmung beeinträchtigen und tragen eine spezielle Warnung der EMA über potentiell lebensbedrohliche Gefahren, wenn diese Medikamente zusammen mit Opioiden, Alkohol oder einigen Straßendrogen verwendet werden.
  • Tagesmüdigkeit.
  • Kognitive Beeinträchtigung: Benzodiazepine können das Denken beeinflussen und dazu führen, dass sich Menschen schwindelig oder verwirrt fühlen. Dies kann das Risiko von Unfällen oder Stürzen erhöhen.
  • Abhängigkeit: Diese Medikamente sind gewohnheitsbildend, was bedeutet, dass Sie von ihnen abhängig werden können.
  • Entzugserscheinungen: Wenn Sie die Einnahme von Benzodiazepinen beenden, können Schlafprobleme wieder auftreten oder sich verschlimmern. Körperliche, kognitive und emotionale Auswirkungen können auftreten, wenn Sie die Einnahme dieser Medikamente abrupt beenden.
  • Abnormales Denken und Verhalten: Sedativa-Hypnotika wie Benzodiazepine können seltsame Gedanken oder Verhaltensweisen verursachen, einschließlich Halluzinationen oder sogar komplexe Verhaltensweisen wie Schlafwandeln oder der Versuch, im Halbschlaf Auto zu fahren.
  • Verschlimmerung der Depression.
  • Allergische Reaktionen.

Wer sollte Benzodiazepine nicht verwenden

Benzodiazepine werden im Allgemeinen nicht für ältere Erwachsene empfohlen, da sie zu kognitiven Beeinträchtigungen führen können, die zu Unfällen oder Stürzen führen können.

Aufgrund ihrer möglichen Auswirkungen auf die Atmung werden Benzodiazepine weniger häufig bei Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe eingesetzt. Benzodiazepine sollten nicht von Patienten verwendet werden, die auch Opioide einnehmen.

Antidepressiva im Schlafmittel Test

Antidepressiva behandeln Stimmungsstörungen und Depressionen. Da diese Medikamente eine beruhigende Wirkung haben können, wurden sie auch als Schlafmittel eingesetzt.

Antidepressiva können für Schlaflosigkeit verschrieben werden, auch wenn sie nicht speziell für diese zugelassen sind. Dies wird als Off-Label-Anwendung bezeichnet, und einige Medikamente, die auf diese Weise verwendet werden können, sind Trazodon, Amitriptylin und Mirtazapin.

Mögliche Nebenwirkungen der Antidepressiva

  • Suizidale Gedanken
  • Kognitive Beeinträchtigung
  • Abnormales Denken und Verhalten
  • Auswirkungen auf das Sehvermögen

Antipsychotika im Schlafmittel Test

Antipsychotika sind Medikamente, die Menschen helfen sollen, die psychische Störungen haben, bei denen sie nicht wissen, was real ist und was nicht. Sie werden auch zur Behandlung der bipolaren Störung eingesetzt, die sich bei vielen als zyklische Schlaflosigkeit äußern kann.

Einige Antipsychotika haben eine sedierende Wirkung, aber keines wurde zugelassen oder zur Behandlung von Schlafproblemen empfohlen. Sie können am nützlichsten sein, wenn sie den Patienten verschrieben werden, bei denen psychische Erkrankungen und Schlaflosigkeit gleichzeitig auftreten.

Antikonvulsiva im Schlafmittel Test

Antikonvulsiva wurden entwickelt, um Krampfanfälle oder andere unerwünschte Muskelaktivitäten zu stoppen oder zu reduzieren.

Obwohl sie eine sedierende Wirkung haben können, sind Antikonvulsiva für Schlaflosigkeit nicht zugelassen. Sie müssen off-label verschrieben werden, wenn sie für Schlafprobleme gegeben werden.

Rezeptfreie Schlafmittel Test

Freiverkäufliche Schlafmittel können in Apotheken und vielen anderen Geschäften ohne Rezept erworben werden. Sie müssen bestimmte Standards erfüllen, werden aber nicht auf dieselbe Weise reguliert wie verschreibungspflichtige Medikamente.

Freiverkäufliche Schlafmittel sind Antihistaminika, eine Art von Allergiemedikamenten, die in der Regel eine beruhigende Wirkung haben. Zwei Antihistaminika – Diphenhydramin und Doxylamin – sind in vielen Marken von rezeptfreien Schlafmitteln enthalten. Diese Produkte können das Antihistaminikum allein oder in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen enthalten.

Antihistaminische Schlafmittel können bei kurzfristigen Problemen mit dem Einschlafen oder Durchschlafen eingenommen werden.

Nebenwirkungen der rezeptfreien Schlafmittel im Test

  • Tagesmüdigkeit: Antihistaminika können dazu führen, dass manche Menschen aufwachen und sich wie angeschlagen fühlen, was ihre Fähigkeit, normale Aktivitäten wie Autofahren auszuführen, beeinträchtigen kann. Einige rezeptfreien Schlaftabletten haben auch eine anticholinerge Wirkung, die mit einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen oder einer Beschleunigung der Demenz in Verbindung gebracht werden kann.
  • Kognitive Beeinträchtigung: Das Gefühl, vernebelt zu sein, schwindelig zu sein oder geistig abwesend zu sein, kann bei diesen Medikamenten auftreten, was sie zu einem Risikofaktor für Verletzungen machen kann. Verwirrung und Koordinationsverlust können besonders für ältere Erwachsene besorgniserregend sein.
  • Abhängigkeit: Manche Menschen werden von diesen Medikamenten abhängig, was dazu führt, dass sie die Dosis, die sie einnehmen, immer weiter erhöhen.
  • Entzugserscheinungen: Obwohl ernsthafte Entzugserscheinungen nicht üblich sind, können die Schlafprobleme nach dem Absetzen der rezeptfreien Schlafmittel wieder auftreten.
  • Trockener Mund: Übermäßige Trockenheit des Mundes, des Rachens oder der Nase kann bei Antihistaminika auftreten.
  • Engegefühl in der Brust.
  • Allergische Reaktionen: In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, die ärztliche Hilfe erfordern.
  • Versehentliche Überdosierung: Patienten sollten die Packungsbeilage sorgfältig lesen, um eine doppelte Dosierung zu vermeiden, indem sie ein rezeptfreies Schlafmittel und ein Erkältungs-, Grippe- oder Allergiemedikament einnehmen, das auch ein Antihistaminikum enthält.

Nahrungsergänzungsmittel im Schlafmittel Test

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht verschreibungspflichtig und in vielen Drogerien und Supermärkten erhältlich. Sie sind nicht streng reguliert und benötigen keine spezielle Zulassung, um verkauft zu werden.

Präparate mit Melatonin oder Baldrianwurzel gehören zu den beliebtesten Schlafmitteln, aber viele andere Produkte, darunter viele natürliche Schlafmittel, sind von verschiedenen Marken erhältlich.

Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin oder Baldrian durchlaufen nicht die gleichen strengen Tests wie verschreibungspflichtige Medikamente. Daher gibt es weit weniger wissenschaftliche Beweise für ihre Sicherheit, Wirksamkeit und indizierte Anwendung. Dieses Problem wird durch eine große Auswahl an Produkten, die verschiedene Mischungen von Inhaltsstoffen verwenden, noch verstärkt.

Der Verwendungszweck sollte auf jedem Produkt beschrieben sein, zusammen mit einer Liste der Inhaltsstoffe und der empfohlenen Dosierung. In den meisten Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel zur Einnahme vor dem Schlafengehen gedacht, um das Einschlafen oder Durchschlafen zu unterstützen.

Nebenwirkungen der Nahrungsergänzungsmittel zum Einschlafen

Die meisten Nahrungsergänzungsmittel können von ansonsten gesunden Erwachsenen gefahrlos eingenommen werden; es können jedoch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

  • Schläfrigkeit am Tag: Die Schläfrigkeit nach der Einnahme eines Schlafmittels kann länger anhalten als beabsichtigt und dazu führen, dass sich eine Person bis in den nächsten Tag hinein schläfrig fühlt.
  • Die sedierende Wirkung einiger Nahrungsergänzungsmittel kann zu Konzentrations- oder Gleichgewichtsstörungen führen.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Nahrungsergänzungsmittel können mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten, indem sie deren Wirkung verstärken oder abschwächen.
  • Verunreinigte Produkte: Die FDA hat die Öffentlichkeit vor einer Zunahme von Fällen gewarnt, in denen Schlafmittel aus Nahrungsergänzungsmitteln mit anderen Substanzen verunreinigt sind, einschließlich Spuren einiger verschreibungspflichtiger Medikamente.
  • Ungenaue Dosierungskennzeichnung: Eine Studie ergab, dass bei über 70 % der Melatoninpräparate erhebliche Diskrepanzen zwischen der Dosierung auf dem Etikett und der tatsächlichen Dosis im Produkt bestehen. Dies kann sich auf die Wirksamkeit des Produkts auswirken und das Risiko erhöhen, eine zu hohe Dosis einzunehmen.

Wer sollte keine Nahrungsergänzungsmittel verwenden

Die Einnahme von natürlichen Schlafmitteln und anderen Nahrungsergänzungsmitteln ist für gesunde Erwachsene oft unbedenklich; da jedoch viele dieser Produkte nicht ausgiebig getestet wurden, können ihre Wirkungen unvorhersehbar sein.

Ältere Erwachsene sollten aufgrund der potenziell stark sedierenden Wirkung einiger Schlafmittel sowie der möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vorsichtig sein.

So nehmen Sie Schlafmittel sicher ein

Richtig Schlafmittel einnehmen

Unabhängig davon, welche Art von Schlafmittel Sie verwenden, ist es wichtig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Einige grundlegende Prinzipien zur sicheren Einnahme von Schlafmitteln sind:

  1. Nehmen Sie nur die vorgeschriebene Dosis zur empfohlenen Zeit ein. Auch wenn Sie immer noch Probleme mit dem Schlaf haben, nehmen Sie keine weitere Dosis während der Nacht ein, es sei denn, Ihr Arzt rät Ihnen, dies zu tun.
  2. Konzentrieren Sie sich auf die Schlafhygiene in Verbindung mit allen Schlafmitteln.
  3. Achten Sie darauf, dass Sie nach der Einnahme eines Schlafmittels mindestens 7-8 Stunden schlafen können, um das Risiko von Morgenmüdigkeit zu verringern.
  4. Planen Sie eine kurzfristige Einnahme ein. Die Risiken von Schlafmitteln können sich erhöhen, wenn sie länger als empfohlen eingenommen werden.
  5. Kombinieren Sie Schlafmittel nicht mit Drogen oder Alkohol. Ernsthafte Probleme können entstehen, wenn beruhigende Schlafmittel mit Alkohol, anderen Beruhigungsmitteln oder Freizeitdrogen gemischt werden.
  6. Nehmen Sie Schlafmittel nur unter Anleitung Ihres Arztes ein. Die Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt kann unerwünschte Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verhindern, die Ihre Gesundheit beeinträchtigen könnten.

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